In manchen Fällen kann es hilfreich sein, die Audiowiedergabe bestimmter Tabs oder Domains zu manuell oder auch automatisch zu blocken. Automatisch startende Werbung, unerwünschte Soundeffects oder Ähnliches. 3 Möglichkeiten möchte ich euch hier zeigen:

Manuell: Kontextmenüeintrag

chrome-audiowiedergabe-blocken-tab-kontexteintragDas ist kein Geheimnis: Chrome hat im Rechtsklick-Kontextmenü der Tabs die Möglichkeit, diese stummzuschalten:
Per Klick auf den Menüpunkt lässt sich zwischen Stummschalten und Audiowiedergabe wechseln.

Besser wäre es natürlich, wenn man dafür nicht zwei Klicks (Rechtsklick und Linksklick) sondern nur einen Klick bräuchte:

Manuell: One-Click Lösung

chrome-audiowiedergabe-blocken-tab-single-click-resultWenn Chrome in einem Tab Audio wiedergibt, wird dies durch ein kleines Lautsprechericon im Tab angezeigt:
Es ist auch möglich, per einfachen Linksklick auf dieses Icon den Tab stummzuschalten.
Dazu muss vorher allerdings eine Chrome-Einstellung aktiviert werden, die ihr über folgende „URL“ erhaltet:
chrome-audiowiedergabe-blocken-tab-single-clickchrome://flags/#enable-tab-audio-muting
(Ihr müsst die URL kopieren und selbstständig in eure Adressleiste einfügen)

Nun möchte man vielleicht nicht nur einen Tab muten, oder es nicht immer manuell per Klick machen, sondern eine ganze Domain generell und automatisch stummschalten.

Automatisch: Alle Tabs einer Domain stummschalten

chrome-audiowiedergabe-blocken-domain-settingGanz neu, mit Chrome Version 62, kommt eine Einstellung namens „Sound content setting“, welche die Steuerung von Audiowiedergabe auf Domainebene ermöglicht. Nach dem Aktivieren der Funktion und einem Chrome Neustart, könnt ihr im Protokoll-Infobutton (links von der Adresszeile) nun „Ton“ aktivieren oder deaktivieren.
Einmal z.B. auf Youtube eingestellt, sind alle Tabs, auch zukünftige, stummgeschaltet.
Folgende Einstellung muss dafür aktiviert werden:
chrome://flags/#sound-content-setting
Bitte den Text in die Adresszeile kopieren. Wenn dann die Einstellung nicht direkt hervorgehoben wird, prüft bitte, ob ihr Chrome 62 installiert habt.

Offtopic: Chrome leise, restlicher Sound laut

Hängt nicht direkt mit Stummschalten zusammen aber ich höre öfter, dass manche diese System-Funktion noch nicht kennen:
Windows ermöglicht über einen Lautstärkemixer, die Lautstärke einzelner Programme getrennt voneinander zu verstellen:
chrome-audiowiedergabe-blocken-windows-mixer
Ihr findet diesen z.B. bei Windows 10 über das Kontextmenü eures System-Lautstärke-Icons -> „Lautstärkemixer öffnen“. Hier könnt ihr zum Beispiel Chrome insgesamt etwas leiser schrauben, Systemsounds runter, das Softphone aber auf Maximum. Das kann in manchen Situationen sehr hilfreich sein.

Kennt ihr das nicht auch: Im Chrome 15 Tabs offen und der Arbeitsspeicher meckert? Chrome als Grundprozess braucht RAM, jede Erweiterung und jeder Tab ebenfalls. So sind 2-5GB RAM-Verbrauch für Chrome keine Seltenheit bei Power-Usern.

The Great Suspender (nur für Chrome) hilft aus! Die Chrome Erweiterung kann die Speicherbelastung selten benutzter Tabs zu verringern und somit die Performance von Chrome sowie dem PC signifikant steigern. Dafür friert die Erweiterung unbenutzte Tabs ein – also wenn ein Tab eine gewisse Zeit (wählbar sind 20 Sekunden bis 3 Tage) nicht aufgerufen wurde. Die Tabs werden reaktiviert, wenn sie wieder aufgerufen werden, entweder automatisch beim Aufruf oder per Klick.
chrome-the-great-suspender-friert-tabs-ein-freeze-freeze

Solange der Tab eingefroren ist, wird von ihm kein Arbeitsspeicher und keine CPU Leistung benötigt und man kann sich wieder auf die Tabs konzentrieren, die gerade wichtig sind. Die Extension achtet auf Wunsch auch auf spezielle Tabs, die beispielsweise Formulare, Videos/Audios enthalten oder ob das Hostgerät gerade ohne Internet oder auf Akku läuft. So kann der Freeze in ungünstigen Situationen verhindert werden.
chrome-the-great-suspender-friert-tabs-ein-freeze-settings-optionen

Eingefrorene Tabs sind daran zu erkennen, dass Schrift und Favicon leicht ausgegraut sind. Die Tabs sind aber immernoch in der Tableiste vorhanden. Somit könnt ihr beispielsweise eine gewohnte Ordnung beibehalten und seht direkt, welche Tabs ihr offent habt, wenn auch inaktiv. Wenn ihr lieber inaktive Tabs komplett aus der Tableiste entfernen wollt, um wirklich „aufzuräumen“, empfiehlt euch Manox aus den Kommentaren eher Tab Wrangler. Dort werden Tabs entfernt und stehen euch per Klick auf das Extension-Symbol als einfache Textliste wieder zur Verfügung.
chrome-the-great-suspender-more-tabs

Ich habe die Extension auf jeden Fall schon lieben gelernt, da mein Arbeits-PC, der sonst immer über 88% RAM rumkriecht, dank eingefrorener Tabs wieder 65-75% RAM-Auslastung zeigt und spürpar schneller geworden ist.
Multitasking soll eh nur ein Mythos sein… 😉

Mein Umzug sorgt gerade dafür, dass der Blog pausiert werden muss. Damit sich hier aber kein Staub legt, mal zwischendurch eine Kleinigkeit:

Chrome hat recht brauchbare Developer Tools verbaut, die sich mit F12 aufrufen lassen. Console, DOM, Netzwerk, vieles kann hier untersucht werden. Der Netzwerktab zeigt alle Anfragen beim Seitenaufruf sowie deren unterschiedliche Verarbeitungsphasen in übersichtlichen Farben:
chrome-developer-toolbar-always-on-tab-network-analyse
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Die Frage wirkt erst seltsam, dann unlösbar, aber der Autor des Youtube Channels brainfaqk hat eine Annäherung probiert. Beide sind leider schon etwas älter, aber immernoch interessant.

Wer wirklich in Daten und Fakten des Internets interessiert ist (Traffic, Geräte, Dienste uvm), findet in diesem Cisco Bericht „The Zettabyte Era — Trends and Analysis – Cisco“ eine Menge Wissen.

Alle bisherigen Schnell geschaut Folgen

Alle bisherigen Folgen

NetLimiter ist eine Freeware, die es ermöglicht, den Durchsatz von Daten im lokalen Netzwerk oder im Internet zu kontrollieren und beispielsweise auf verschiedenste Art einzuschränken. Sie listet alle Netzwerkaktivitäten und bietet Regeln, Filter, Limits und Blocker auf Geräte- oder Applikationsebene. Beispielanwendung: Internetzugriff an einem Gerät nur für ein Programm zulassen/blocken; Datendurchsatz für einzelne Programme drosseln/für alle drosseln bis auf Ausnahmen und mehr.
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google-datenschutz-privatsphaere-check

Privatsphäre trotz Google?

Google sammelt viele Daten und „gefährdet“ damit eure Privatsphäre. Klar, das weiß mittlerweile jeder. Wer damit nicht so einverstanden ist, kann jedoch in einem recht übersichtlich gestalteten Prozess die Datensammelwut kontrollieren und reduzieren. Mit dem Google Privatsphärecheck könnt ihr in 6 Schritten die Informationssammlung unterschiedlicher Dienste und Bereiche von Google anpassen. Ich gebe mit den Screenshots nur kurze Eindrücke, die meisten Punkte sind selbsterklärend und müssen einfach durchgeklickt werden. Ausnahme Schritt 6, Werbung, da gibt es mehr zu beachten. Oftmals sind auch Beschreibungen und Hilfeartikel zu den Optionen verfügbar – es lohnt sich, hier reinzuschauen.
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