Ich finde die Lesezeichen-Symbolleiste unter Firefox 100% sinnvoll und nützlich. Kaum eine Funktion des Browser wird von mir so oft angeklickt wie Elemente dieser Leiste.

Daher möchte ich hier kurz Tipps zum Benutzen dieser Leiste veröffentlichen.
Sie ist dazu da, Lesezeichen mit einem Klick öffnen zu können, ohne vorher Umwege über zum Beispiel „Lesezeichen“ nehmen zu müssen. Lesezeichen in dieser Leiste werden mit ihrem Icon und dem Titel angezeigt.

Wie sieht die Leiste aus?Der unterste Bereich des Bildes, in der sich Ordner und einzelne Lesezeichen befinden, ist die Lesezeichen-Symbolleiste.
Wenn es diese Leiste bei euch nicht gibt dann klickt auf eine freie Stelle des Browsers und aktiviert dann die Lesezeichen-Symbolleiste mit einem Klick:
Ihr könnt nun jede beliebige Internetseite in diese Leiste „ziehen“ oder einfach die Lesezeichen in den Ordner unter Lesezeichen->Lesezeichen-Symbolleiste ziehen. In der Leiste befindet sich dann das Symbol des Lesezeichens, mit dem Titel der Seite. Abgelegte Lesezeichen lassen sich hier beliebig bewegen, bearbeiten, öffnen, in Ordner sortieren, mit Trennstrichen trennen und vieles mehr. Alles ohne Umwege, direkt mit wenigen Mausklicks. Wenn man nun sehr viele Lesezeichen hat, wird die verfügbare Fläche schnell belegt sein, gerade bei kleineren Monitoren ist der Platz nur sehr begrenzt und schnell voll besetzt.

Die Lösung
Rechtsklickt auf ein Lesezeichen > Eigenschaften > das Name Feld leeren und bestätigen. Nun bleibt von dem Lesezeichen nur das Icon, der Titel ist weg. Aber ist das schlimm?! Gar nicht! 95% der bekannten Webseiten im Internet haben ein eigenes Icon, an dem man diese Webseite bestimmen kann. Wer kennt schon nicht das Icon von Google, Myspace, StudiVZ und seinen eigenen Lieblingsseiten!? Also reicht es ja, wenn man von all seinen Lesezeichen einfach nur das Icon anzeigen lässt, also bei jedem Lesezeichen mit Rechtsklick > Eigenschaften den Namen leeren.

So kann man den Platz optimal ausnutzen, hier z.B. meine Browserleiste:
Ich habe fast 20 Lesezeichen auf gerade mal 1/3 der Leiste untergebracht, 1/3 der Leiste ist mit Ordner gefüllt, wo Lesezeichen aufbewahrt werden, die nicht ganz so oft verwendet werden und fast 1/3 der Leiste ist noch frei; okay, liegt wohl am 24″ Monitor.

Neulich schwärmte ich von Ubiquity, einem AddOn für Firefox, welches helfen soll, das Internet so zu anzuzeigen und zu verarbeiten, wie der Nutzer es gerade möchte und brauch.

Nun habe ich selber Ubiquity 0.1.5 installiert und es mir mal angeschaut.

Der erste Eindruck:
Solide. Für eine so junge Beta funktioniert es auf den ersten Blick erstaunlich gut. Nach der Installation und dem damit verbundenen Neustart von Firefox erscheint eine Informationsseite mit den wichtigsten Schritten, Tipps und Links für den Anfang. Unter Anderem bietet diese Seite auch die Möglichkeit alle Befehle aufzulisten, die derzeit installiert sind, den Skin zu ändern oder einen neuen Befehl mit dem integrierten Command Editor zu erstellen.
Die Ubiquity Konsole öffnet sich nach dem Drücken von Strg+Leertaste in weniger als einer halben Sekunde, das Fenster ist einfach aufgebaut und dadurch genauso übersichtlich und verständlich.
Durch nochmaliges Drücken verschwindet die Konsole sofort.

Details – Die ersten Befehle erfolgreich getestet:
In dem Ubiquity Tutorial, welches die ersten Schritte des AddOns genau beschreibt und mit Bilder verdeutlicht, lerne ich, Befehle wie „email“, „map“, „google“ oder „weather“ zu benutzen. Das Prinzip ist einfach. Entweder man gibt einfach nur den Befehl und die nötigen Parameter per Hand ein, wie zum Beispiel „weather Berlin“ oder man markiert beliebigen Text und nutzt dann „this“ als Variable für das Makiert wie bei „email this to someone“, wobei this durch die markierten Elemente (sei es Text oder Bilder) ersetzt wird.
Während der Eingabe, um genauer zu sein ab dem 1. getippten Buchstaben und dann Buchstabe für Buchstabe, macht die Konsole Vorschläge, ergänzt zum Beispiel die Eingabe „wea“ durch die fehlenden Buchstaben und schlägt den Befehl „weather“ vor.
Befehle müssen zudem nicht voll ausgetippt werden. Der Befehl „wea Berlin“ oder sogar „we Berlin“ veranlasst die Konsole, den Befehl „weather Berlin“ zu initiieren, genauso wie „wi ubiquity“ den Browser dazu veranlasst, bei Wikipedia nach Ubiquity zu suchen.
Die Befehle „delete“ und „edit-page“ sind gerade für Webentwickler interessant. Sie löschen in real-time markierte Bereiche oder verwandeln die komplette Internetpräsenz in eine editierbare Version, in der sich alles wie in einem Texteditor ändern lässt. Wirklich viel Anfangen kann man damit aber nicht 😀
Der Befehl „word-count“ erspart das Nutzen von externen Tools oder das Kopieren in Word (für Extras->Wörter zählen).

Details – Die Problemzonen und die erweiterte Nutzung:
Die Grundfeste von Ubiquity lässt sich nicht erschüttern, die Idee des Konzepts ist einfach aber brauchbar. Doch an der Spitze der Realisierung ist es noch sehr wackelig und brüchig.
Das Mailen von selektierten Inhalten funktioniert nicht. Ubiquity wandelt das Markierte (Text und Bilder) in HTML verständlichen Code um und packt diesen in eine Google Mail ohne diesen zu übersetzen und somit verschickt man nur unbrauchbaren HTML Text.
Viele Versuche, Webseitenteile (Text und Links) zu markieren und mit „email this“ zu verschicken endete in einem „400 Bad Request“ Error seitens Google Mail.
Es lässt sich immer nur eine Google Mail mit dem „email“ Befehl schreiben, ein zweites Mal den „email“ Befehl zu nutzen, während man noch an der ersten Email schreibt ist nicht möglich.
Ich hatte zudem Probleme, dass nicht alle meine Kontakte erkannt wurden. Es schien als würden nur die Kontakt, die ich von Hand angelegt habe (das sind vielleicht 10 von meinen 100) erkannt werden.
Das Hinzufügen von Kalenderterminen gestaltet sich als nicht machbar, da die Angabe des Tages nicht funktionierte, statt dessen wurde immer der aktuelle Tag für den Termin genommen.
Das Nutzen von „[*]calendar[*], „[*]email[*]“, „twitter[*]“ benötigt die passenden Accounts bei Google Calendar, Google Mail oder Twitter. Google Feinde gehen hier teilweise leer aus.
Andere Befehle sind fest an bestimmte Dienstanbieter geknüpft, die der Autor festgelegt hat. So sucht „image-search“ genauso wie „map“ immer mit Google, „weather“ ist an Weather Underground gebunden.
Alle „[*]image[*]“ Befehle funktionieren derzeit nicht, sind offiziell ab Firefox 3.1 verfügbar.
Die Befehle „sparkline“ und „translate“ sind leider absolut unbefriedigend. Die Übersetzung ist so schlecht, dass man es wirklich nur bei Sprachen gebrauchen kann, die man entweder nicht lesen kann (chinesich o.Ä.) oder in denen man nicht ein Wort kennt. Sparkline soll eigentlich aus markierten Werten eine Grafik entwickeln, meine Tests brachten alle grafische Liniendiagramme zur Welt, die allesamt aber einen völlig absurden Verlauf hatten. Die Werte wurden – wie auch immer – eindeutig falsch interpretiert.
Der Befehl „define“, welcher das markierte Wort beschreibt, funktioniert leider nicht mit deutschen Wörtern, ist ansonsten aber ein guter Ersatz für den englischsprachigen Duden, wenn man ein englisches Wort mal nicht kennt und es anders umschrieben haben möchte.

Und doch sehe ich in Ubiquity enormes Potential, welches nur viel Zeit für Entwicklung benötigt.

Okay, ich sprudel fast vor Begeisterung über die Neuigkeiten, die ich gerade hier Stück für Stück zusammentrage.

Es begann mit dem Winfuture Eintrag, dass Mozilla Details über die neuen Features in Firefox 3.2 angekündigt hat.
Die Version 3.2, die bereits in Beta-Form auf den Mozilla Servern verfügbar ist, bietet meiner Meinung nach bahnbrechende Neuerungen:

Die Firefoxerweiterung Prism findet nun den offiziellen Einzug in den Browser, als ein fester Bestandteil. Ich nutze diese Erweiterung täglich und finde es daher absolut grandios. Prism kann ganze Webseitenauftritte in lokale, eigenständige „Programme“ (Software as a Service Prinzip) umwandeln. Ich habe zum Beispiel Google Mail mit Prism in ein eigenständiges Programm verwandelt. Verschiedenste Vorteile zeigen, dass es durchaus sinnvoll ist: die Webapplikationen sind nach der Konvertierung unabhängig vom Browser, haben ein eigenes Taskleistenfenster, speichern keine Daten, keine Cookies, keine Chronik (sind also sehr viel sicherer), man kann den Browser schließen und trotzdem sind sie noch offen, all das kann die alltägliche Nutzung vereinfachen. Ich habe mit neben Google Mail auch Google Kalender, Google Notizen, Meebo Chat und die Berliner Sparkassen-Finanzverwaltung zu eigenständigen Programmen konvertieren lassen.

Das Aussehen des Browsers wird sich jetzt zu bestimmten Teilen selbst definieren lassen. Für kleinere Anpassungen ist es dann nicht mehr notwendig, nach dem passenden Theme zu suchen.

Die wohl beste Neuerung stellt allerdings die Integration des vorgestern offiziell gestarteten Ubiquity in Firefox dar. Dieses Add-On, welches derzeit in der Beta 0.15 verfügbar ist, wird wahrscheinlich die Benutzung des Browsers grundlegend ändern und vereinfachen.
Wie das aussieht könnt ihr euch ja mal anschauen:

Gerade das Ende des Videos besagt, dass das Informationen sammeln und veröffentlichen sehr viel einfacher wird, da man viel schneller an Informationen gelangt und sie schnell verarbeiten kann. Für Blogger und Publisher jeglicher Art wäre das ein Traum, gefundene Informationen binnen Sekunden mit vielen Nebeninformationen abzuschicken, ob nun per Mail oder per Postblog.
Wenn ich daran denke, dass ich in den letzten 30 Minuten Google, Youtube und andere Dienste mit dem Begriff Ubiquity gequält habe und jetzt dabei bin alles irgendwie zusammenzutragen und zusammenzukopieren kann ich mir gut vorstellen, dass diese Erfindung mir dabei helfen kann.
Es gibt von Mozilla auch schon ein Ubiquity Programming Tutorial, in dem man viel über das Programmieren der Funktionen lesen kann. Die meisten werden aber vorprogrammierte Codes benutzen wollen, dafür gibt es das Ubiquity Usage Tutorial mit den ersten wichtigen Schritten und die Mozilla Codesammlung.
Es sind auf jeden Fall schon ein paar Befehle vorprogrammiert:

  • email nachricht to empfänger – verschickt eine Email an den Empfänger
  • map adresse – erzeugt für die Adresse ein Link auf Google Maps das ggf. noch angepasst werden kann.
  • translate text from ausgangssprache to zielsprache – übersetzt den Text
  • add-to-calendar datum – fügt dem Google Calendar einen Eintrag hinzu
  • und viele mehr; mit help bekommt man die vollständige Liste angezeigt

Die größte Informationsquelle sowohl was Firefox 3.2 als auch Ubiquity angeht ist wohl immernoch: Google!