Der Umstieg von Firefox auf Google Chrome – Teil 1

Okay, lange habe ich mich davor gedrückt aber mittlerweile kann ich nicht mehr anders: ein Browserwechsel wird mehr und mehr sinnvoll und fast schon unausweichlich.
Ich war bis jetzt starker Firefox Verteidiger und werde den Browser natürlich auch weiterhin nicht verachten aber seine Vorzüge den Konkurrenten gegenüber verblassen mittlerweile sichtlich.
Für mich kam eigentlich nur Google Chrome in Frage. Die Gedankendiskussion bezüglich dem vermeintlich datenschutzfreundlicheren Iron steht mir noch bevor.
Hier gleich die Frage, kennt sich jemand mit Chrome vs Iron aus, in aktueller Hinsicht?
Sind die Browser tatsächlich identisch bis auf die gesäuberten Datensammelstellen? Gibt es noch andere Unterschiede? Sind die Updates für Iron schnell nach dem Chrome Update verfügbar oder zieht sich das in die Länge? Über Comments oder Kontakt jeglicher Art bedanke ich mich jetzt schon.

Installation:
Nichts leichter als das. Ab zu Chrome für PC, Linux oder Mac und per Buttonklick wird die Installation entweder ausgeführt oder die entsprechende Datei als Download angeboten, je nach Browserkonfiguration.

Die Installation wird leider ohne jegliche Benutzerinteraktion ausgeführt. Es ist also nicht möglich einen Installationspfad oder Anpassungen vorzunehmen. Durch harte Registry Hacks lässt sich da zwar was fummeln aber das ist unnötig kompliziert. Statt dessen wird Chrome in den Ordner

C:\Users\[username]\AppData\Local\Google\Chrome\Application

installiert.
Die Gründe sind umstritten, die Community streikt, so ist es nun aber.

Positiv ist, dass die Installation sehr schnell geht und gleich im Anschluss angeboten wird, vom bisherigen Standardbrowser alle Einstellungen zu importieren. So war nach wenigen Sekunden der neue Chrome mit meinen Lesezeichen, gespeicherten Daten, Chronik und mehr geöffnet. Alternativ kann man das später aber auch nachholen.
Nun bemerkt man einen weiteren Vorteil, nämlich wie unglaublich schnell Chrome startet. Zu Hause startet Chrome mit 12 Extensions und einer importierten Chronik von über 20.000 Internetseiten der letzten 6 Monate innerhalb von 1 Sekunde. Praktisch beim Klick, on the fly, es gibt eigentlich gar keine Ladezeit. SSD, okay, aber auch auf Arbeit liegt die Startzeit totz „normalem“ PC bei 1 Sekunde.

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Chrome ist nun also startbereit und mit den ersten persönlichen Einstellungen versehen – wenn ihr importiert habt.
Weiter gehts mit den Optionen des Browsers:


In den Grundeinstellungen kann man das Verhalten beim Öffnen des Browsers und eines neuen Tabs einstellen, den Standardsuchanbieter wählen und Chrome als Standardbrowser aktivieren.
Wenn der Browser startet kann nicht nur eine bestimmte Seite sondern sogar mehrere Seiten in Tabs geöffnet werden. Das spart Zeit wenn man sowieso täglich bestimmte Seiten immer offen hat.


Unter Privates kann man Lesezeichen über das Google Konto synchronisieren, Speicherung von Passwörtern und Formulardaten steuern, einen Import aus anderen Browsern nachholen und auf das Standarddesign zurücksetzen.
Der Link „Designs abrufen“ führt in die Galerie der Chrome Styles. Da Chrome jedoch kaum sichtbare Fläche hat – die Oberfläche oben wurde ja extra minimalistisch gestaltet – finde ich die Themes jedoch sehr sinnlos, sie sind so gut wie gar nicht zu sehen.


Das Details Menü hat etwas mehr Inhalt.
Der erste Button „Content-Einstellungen…“ enthält die Steuerung Cookies, Bildern, JavaScript, Plug-Ins und Pop-Ups. Die Einstellungen sind für den privaten Gebrauch korrekt eingestellt.
Internetdaten löschen…“ ermöglicht es, die Spuren des Browsers zu löschen. Anhand von Checkboxen kann man differenz, was alles gelöscht werden soll.
Die Checkboxen darunter sind selbsterklärend, ebenso die Proxy Einstellungen.
In den Downloadeinstellungen bietet es sich an den Pfad anzupassen, wenn man nicht mit dem „Downloads“ Profilordner arbeitet.
Der „Schriftart- und Spracheneinstellungen“ Button enthält einen wichtigen Punkt im Untermenü „Sprachen“, nämlich „Rechtschreibung prüfen„. Dieses – meiner Ansicht nach lästige – Feature prüft in jedem Textfeld die Eingabe des Users auf Rechtschreibfehler. Da ich aber meinen eigenen Deutschstil habe und auch ständig zwischendurch Englisch schreibe wird sowieso jedes 2. Wort markiert.
Die Sprache des Browsers kann hier ebenfalls geändert werden.
Zu guter Letzt kann man die Zertifikate verwalten und SSL Einstellungen vornehmen. Anmerkung: „SSL 2.0 verwenden“ ist nicht zu empfehlen. Auch wenn im Wandel des „Web 2.0“ das „2.0“ in den Köpfen oft als Verbesserungsmerkmal eingebrannt ist trifft das hier nicht zu, da SSL 3.0 aktuell ist und verwendet wird.

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Die Einstellungen sind optimal und man kann jetzt schon fast wie gewohnt surfen.

Im nächsten Artikel gehen wir die Erweiterbarkeit durch Chrome Extensions an und werden Chrome durch viele nützliche Funktionen verbessern und an das bekanntliche Firefox Feeling heranführen. Ich werde einige Hacks & Tricks zeigen, die durchaus nützlich sind.
Stay tuned!

12 Kommentare

  1. boah, da bin ich aber mal gespannt auf teil 2. habe mir gestern auch erstmal chrome installiert. was mich nur irritiert hat am anfag war, dass die searchbar von firefox ja nicht zwingend auch in chrome existiert.

  2. Schön schön, habe mich bis vor kurzem auch noch gegen Chrome gewehrt, aber letzte Woche mir den Browser dann doch installiert. Bin bisher sehr zufrieden damit, vor allem die Schnelligkeit ist verblüffent im Gegensatz zum Firefox ;).

  3. Schöner Artikel – find ich gut, solche Erfahrungsberichte. Ich bin auch schon ziemlich gespannt auf den zweiten Teil des Artikels. Ich persönlich hänge noch immer bei Firefox fest und ärgere mich tierisch über die unendliche Wartezeit 😉

  4. Macht Spaß, endlich mal auf Gleichgesinnte zu treffen und nicht nur irgendwelche Verschwörungstheorien um die Ohren gehauen zu bekommen 😉
    Chrome ist bei mir Standard.

  5. Hey, und wieder ein neuer Chrome Blog 🙂

    Freut mich sehr, so kann man noch mehr vergleichen und optimieren, ich hab Chrome schon seit Version 2 im Einsatz, war vorher ja auch eingefleischter Firefox-Fan.

    Bin gespannt auf die Erweiterungen, die du vorstellst.

    @Martin: Wozu braucht man denn die Searchbar in Chrome? Durch die Omnibar (Adressleiste) lassen sich doch mit Suchkürzeln bequem und ohne Mausklick alle Suchfelder ansteuern.

  6. Wie jetzt, ein neuer „Chrome Blog“? 😀
    Ich hab nur ne Artikelserie mit mindestens 3 Artikeln zu Chrome geplant, das Thema wird aber nicht ab jetzt den Blog bestimmen ^^

    Die Searchbar vermisst man anfangs einfach nur aufgrund der Gewohnheit. Wenn ich was googeln will hab ich im FF Strg+T, Tab, Suchbegriff eingegeben. Die selbe Aktion geht im Chrome jetzt in die Hosen und gerade dieser Ablauf ist in Fleisch und Blut übergegangen, schließlich hat man das gut 20 Mal am Tag gemacht 😉

  7. Lass mal chatten, dann zeig ich dir paar seeeeehr nette Tricks. Kannst du in deinen nächsten Artikel einarbeiten. Direkt aus nem neuen Tab bei Google suchen funktioniert doch auch in Chrome. Musst Google Deutschland nur als Standardsuchmaschine einstellen.

  8. Da ich seit Firefox 0.6beta2 den Fuchs nutze und schätzen gelernt habe, muss ich leider feststellen, dass ich in Sachen Browser sehr unflexibel geworden bin. Neben Firefox nutze ich noch den Opera.

    Beim Chrome habe ich sonst noch ein negatives Bauchgefühl wegen Google…

    Trotzdem, dein Beitrag ist sehr gut!

  9. Der Artikel ist zwar schon älter, aber ich entdecke ihn gerade zufällig.
    Bzgl. Iron: Die Updates kommen natürlich verzögert, aber nicht dramatisch, das ist absolut verkraftbar.
    Dramatischer könnte man das Codec-Problem auffassen, Iron wird niemals H.264 unterstützen. Wem WebM und Theora reichen kann also meiner Meinung nach getrost zu Iron greifen, ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht.
    Allerdings bin ich in der gleichen Situation wie du „damals“… ewig FireFox benutzt und noch nicht bereit für den Absprung, obwohl nichts mehr wirklich dagegen spricht.

  10. Seit diesem Tag, 20. April, nutze ich Chrome und ich bin sehr zufrieden. Add-Ons gibt es mittlerweile auch alle, die man bei Firefox hatte und Chrome ist einfach nur schneller, selbst wenn es nur das Öffnen von Fenstern oder Tabs ist.
    Also der Umstieg lief gut 😉

  11. Ich benutze Firefox nun schon sehr sehr lange, aber jetzt reichts mir, so viele Abstürze wie z.Zt. hatte ich noch nie.Seit sie gemerkt haben dass immer mehr Leute Firefox verlassen versuchen sie jetzt auf die Schnelle den Browser auf Vordermann zu bringen, da haben sie lange gewartet und den Anschluss verpasst, ihre Zeit ist vorbei.Nun soll er komplett überarbeitet werden und ist dabei schlechter geworden.Ich überlege jetzt schon eine ganze Zeit ob ich doch zu google Chrom wechseln soll, nachdem ich aber erfahren habe dass auch FireFox die Daten weiter leitet hat sich die Sache jetzt für mich erledigt, ist nun mal so Geld regiert die Welt, da kommt auch Firefox nicht dran vorbei.Also werde ich heute den Browser wechseln, früher war ich da auch sehr skeptisch bei google, aber sind wir mal ehrlich alle sammeln Daten auch Amazon,es ist nun mal ein gläsernes Zeitalter.Der Artikel macht mir Mut mich an einen Wechsel zu trauen.Danke.

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