Alles, was ein Video-Converter braucht im Freemake Video Converter (2020)

Ich erstelle gerne Urlaubsvideos und stolpere jedes Mal über dasselbe Problem: Alle Medien unterschiedlicher Geräte in ein einheitliches Format gießen, welches dann im Videoeditor landet. Smartphones unterschiedlicher Hersteller, billig-Actioncams, GoPro, Fotos – oftmals ein wildes Durcheinander. Mit dem Freemake Video Converter könnt ihr alle Medien in ein Zielformat überführen, Bilderslideshows erstellen, direkt das produzierte Video zu Youtube hochladen und mehr.

Die Basics

Die grundlegende Funktionsweise ist recht typisch und super einfach: Ihr startet im Hauptbildschirm damit, unterschiedlichste Medien verschiedenster Quellen hinzuzufügen. Neben einfachen Video- und Fotoimports können auch Video-DVDs und Internet-Videos via URL importiert werden. Anschließend könnt ihr hier die Elemente sortieren, Videos schneiden/kürzen, Foto-Slideshows mit Audio unterlegen, Übergänge definieren oder eigene Wasserzeichen hinzufügen (benötigt Lizenz). Verbesserungswürdig ist vielleicht, dass alle Fotos immer zu einer einzigen Slideshow zusammengefasst werden. Ich kann also in einem Videoprojekt nicht mehrere Slideshows an verschiedenen Stellen einbauen.

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Im Hauptbildschirm geht es los: Einfach alle Medien reinziehen, von Video-DVD auslesen oder via URL aus dem Internet importieren, sortieren und fertig.

Apropos Lizenz: Ihr bekommt die Vollversion vom Video Konverter auf Deutsch nur in der Software selbst, nicht über die Webseite. Also erst herunterladen und installieren und dort im „Hilfe“ Dialog gibt es verschiedene Aktivierungs-Optionen. Beispielsweise könnt ihr nur das Branding entfernen oder nur die Konvertierungsgeschwindigkeit um das 4-fache erhöhen (jeweils z.B. für 1€ pro Woche oder 1,95€ pro Monat) oder gleich das komplette All-In-One Feature-Paket „Mega“ kaufen. Alle Optionen gibt es in drei unterschiedlichen „Abos“: Für eine Woche, einen Monat oder unbegrenzten Zeitraum. Mit Ausnahme des Mega-Packs, das für einen Monat (30€), 6 Monate (70€) oder Unbegrenzt (170€) gekauft werden kann. Grundsätzlich sind die Preise zwar nicht günstig aber dafür recht flexibel. Die kurzfristigen Abos sind praktisch für einzelne Projekte oder beispielsweise für Schüler, die mal für 1€ eine Woche lang das Branding für ein Schulprojekt entfernen wollen.

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Einstellungen und Konvertierung

Wenn die Zusammenstellung fertig ist, wählt ihr das Zielformat und könnt nun viele Video- und Audioeinstellungen verändern. Euch stehen hier bereits viele vordefinierte Profile zur Verfügung. Eigene Einstellungen könnt ihr als Profil speichern und später schnell wieder auswählen. Der Dialogs zeigt dann die geschätzte Dateigröße des Resultats, diese war bei meinen Tests auch sehr nah am tatsächlichen Export. Das resultierende Video könnt ihr auch direkt in euren Youtube-Kanal hochladen lassen. Was ich hier vielleicht vermisse, ist das Erstellen mehrerer Exports auf einmal oder nacheinander. Es kann scheinbar immer nur ein Export erstellt werden.

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In den Videoeinstellungen könnt ihr eine Menge Stellschrauben anpassen. So erhaltet ihr genau die Qualität und Dateigröße, die ihr für euer Projekt braucht.

Im Konvertierungsprozess sind mir gleich drei gute Sachen aufgefallen:

  1. Der Prozess nutzt im Normalfall 98%-100% CPU aus. Klingt hart, ist aber für den Zweck der Konvertierung immer wünschenswert, um die Zeit zu minimieren. Ich erinnere mich noch an damals, 1-Kern-Prozessoren, wo jede Sekunde Film gerne mal drei bis vier Sekunden gedauert hat. Je mehr Power, desto eher muss ich die Software nicht über Nacht laufen lassen.
  2. Apropos über Nacht laufen lassen: Kein Problem, dank der Option „Nach dem Abschluss des Vorgangs den PC herunterfahren“! Aktivieren, ab ins Bett, früh ist alles erldigt und der PC aus.
  3. Solltet ihr den PC doch mal zwischendurch mit voller Leistung brauchen, lässt sich der Prozess auch einfach pausieren. Ihr seht eine solche Pause auch im CPU-Diagramm im Screenshot:
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Während des Konvertierungsvorgangs wird die CPU voll ausgelastet, was die Zeit des Vorgangs minimiert. Der Prozess lässt sich praktischerweise aber auch pausieren.

Auch ein nettes Feature für Einsteiger: Nach der Erstellung kann auf Wunsch ein Einbettungs-Guide angezeigt werden. Dieser erklärt Schritt für Schritt den Einbau des Videos in eine Webseite und liefert den Code gleich mit. Die „Werbung“ in Form der Verlinkung hätte man sich in der gekauften Version aber vielleicht sparen können.

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Für HTML-Einsteiger gibt es am Ende ein leichtes Embedding-Tutorial, womit sich das Video in die eigene Webseite einbauen lässt.

Weitere Goodies

Ein paar Kleinigkeiten sind mir noch positiv aufgefallen:

  • Freemake Video Converter kann die Hardwarebeschleunigung NVidia CUDA & Microsoft DXVA benutzen, um den Konvertierungsprozess zu beschleunigen.
  • Auf Wunsch können typische schwarze Balken am Rande von Videos automatisch entfernt werden.
  • Freemake Video Converter könnt ihr an sich gleich als Youtube Video- oder Audio-Downloader benutzen. Auch andere Video-Plattformen wie MyVideo, Vimeo, Hulu, LiveLeak und mehr werden unterstützt. Link via URL einfügen, Format wählen und schon ist das Video auf der Festplatte. Auch Lieder als MP3 exportieren ist möglich. Es gibt natürlich viele viele Online-Dienste dafür, die das auch können – aber eigene Lösungen sind langfristig immer besser.
  • Durch den Foto-Import könnt ihr auch einfache, mit Musik hinterlegte Slideshows komplett ohne Videos erstellen.
  • Es gibt einen integrierten Updater, der mit zwei Klicks in weniger als einer Minute die aktuellste Version installiert. Das ist so viel entspannter als bei vielen Tools, die beim Klick auf „Update“ einfach nur ihre Homepage im Browser öffnen und das Update damit dem Nutzer überhelfen.
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Das hier ist der integrierte Updater – so sind Updates ohne Aufwand in unter einer Minute erledigt.

4 Kommentare

  1. Vielen Dank für deinen Tipp. Den Freemake Video Converter werde ich ab jetzt auch mal nutzen.
    Liebe Grüße

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